Beleidigung menschlicher Kunstbegabtheit mittels Religion

Wenn man so etwas sieht,  kann einen wohl nur Kant davor behüten, gegen die Beleidigung menschlicher Kunstbegabtheit zu wüten und Stunden mit Ranten zu verschenken:

Der Wahn, durch religiöse Handlungen des Cultus etwas in Ansehung der Rechtfertigung vor Gott auszurichten, ist der religiöse Aberglaube; so wie der Wahn, dieses durch Bestrebung zu einem vermeintlichen Umgange mit Gott bewirken zu wollen, die religiöse Schwärmerei. – Es ist abergläubischer Wahn, durch Handlungen, die ein jeder Mensch tun kann, ohne daß er eben ein guter Mensch sein darf, Gott wohlgefällig werden zu wollen (z.B. durch Bekenntnis statutarischer Glaubenssätze, durch Beobachtung kirchlicher Observanz und Zucht u.d.g.).

Immanuel Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, Kant-W Bd. 8, S. 846.

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem arbeitet er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu Gilles Deleuze und Félix Guattari als Theoretiker digitaler Bewegungen. Bloggt und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.

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Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem arbeitet er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu Gilles Deleuze und Félix Guattari als Theoretiker digitaler Bewegungen. Bloggt und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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