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	<title>Kai Denker &#187; Gott &amp; Co.</title>
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	<description>Procrastination for Weisenheimers</description>
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		<title>Schwule Schuld</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 07:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während woanders unzureichend vermummte Frauen für Erdbeben sorgen, sind die Schwulen und Lesben in Deutschland für ganz andere Probleme verantwortlich: Weil wir Menschenrechte wollen, wollen sich Muslime nicht integrieren.

Dass die Schwulen Schuld am Übel der Welt sind, hätte man ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während woanders <a href="http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Geistlicher-Frauen-verursachen-Erdbeben/story/26560143" target="_blank">unzureichend vermummte Frauen für Erdbeben</a> sorgen, sind die Schwulen und Lesben in Deutschland für ganz andere Probleme verantwortlich: <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=12063" target="_blank">Weil wir Menschenrechte wollen, wollen sich Muslime nicht integrieren.</a></p>
<p>Dass die Schwulen Schuld am Übel der Welt sind, hätte man ja auch schon wissen können, als wir den 11. September, Madrid oder London angezettelt haben. Wie? Radikale muslimische Terrorzellen seien das gewesen? Ja, schon, aber wenn wir Schwulen sie mit unserer unverschämten Forderung nach Menschenrechten nicht provoziert hätten&#8230;</p>
<p>So neu ist dieses Argument übrigens gar nicht: Als ich im letzten Jahrhundert in meiner Schule gegen einen Filter im HTTP-Proxy protestierte, der neben skandalösen Wörtern wie &#8220;Brüste&#8221; und &#8220;Vagina&#8221; auch &#8220;Schwul&#8221;, &#8220;Gay&#8221;, &#8220;Lesbian&#8221; etc. aus den URLs(sic! Es lebe die Wirkungslosigkeit!) aussortierte, wurde mir vom verantwortlichen Lehrer attestiert, ich solle auch Rücksicht auf muslimische Schülerinnen nehmen, die sich durch sowas vielleicht gestört fühlten. Insofern muss ich mich schon fragen: Hätte ich kein Coming Out gehabt, sondern mich brav weiterhin versteckt oder vielleicht sogar umgebracht, wäre der Iran heute säkular?</p>
<p><strong>Update:</strong> Ich sehe gerade, dass Uganda ein <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=12061" target="_blank">Gesetz zur Beförderung des interreligiösen Dialogs und zur Integration von Minderheiten</a> beschließen will. Deutschland kann wohl von Uganda lernen!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=419&amp;md5=40998458e67b9b10f9ed3c67c6edbf13" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zensiert kreuz.net!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 16:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Konferenz der schwulen und schwul-lesbischen Hochschulreferate hat die Satireseite kreuz.net entdeckt und lässt der Queer.de ihre Forderung ausrichten:
Die schwul-lesbischen Studenten fordern die Regierung auf, gegen die Kampagne der homofeindlichen Christen vorzugehen: "Es muss die Pflicht der deutschen Politik ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Konferenz der schwulen und schwul-lesbischen Hochschulreferate hat die Satireseite <a href="http://kreuz.net/" target="_blank">kreuz.net</a> entdeckt und lässt der Queer.de <a href="http://http://www.queer.de/detail.php?article_id=10958" target="_blank">ihre Forderung</a> ausrichten:</p>
<blockquote><p>Die schwul-lesbischen Studenten fordern die Regierung auf, gegen die Kampagne der homofeindlichen Christen vorzugehen: &#8220;Es muss die Pflicht der deutschen Politik sein, auf eine Kooperation mit den USA in dieser Sache hinzuarbeiten, damit die Urheber in Deutschland auch zur Rechenschaft gezogen werden können.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, schön, aber was soll das? Soll der Staat kreuz.net zensieren, sperren, stilllegen und die Autoren bestrafen? Dazu kann ich nur eines sagen: Vergesst es, Kinners! &#8211; Wollt Ihr das wirklich? Wollt Ihr wirklich, dass die Regierung Webseiten sperrt, die nicht unserem moralischen und sittlichen Empfinden entsprechen? Nun, dann muss die Regierung auch Gayromeo.com sperren, da dort viel zu leicht, nämlich ohne ordentliche Prüfung, Jugendliche an ein eindeutiges sexuellen Angebot gelangen können. Wieso sollte man klerikalfaschistische Propaganda verbieten, Seiten mit pornographischen Angeboten, die keinen ausreichenden Jugendschutz nach deutschen Gesetzen bieten, aber erlauben?</p>
<p>Richtig, es gibt kein überzeugendes Argument dafür.</p>
<p>Was also tun? Nun, lasst mal kreuz.net machen. Wer den Bockmist, der da steht, glaubt, ist eh so blöd, dass er sich durch staatliche Maßnahmen noch in seinem Glauben an ein &#8220;homofaschistisches Regime&#8221; bestätigt fühlt. Alle anderen, also alle Menschen, bei denen der Zug kognitiv noch nicht völlig abgefahren ist, nehmen den Unsinn, der auf kreuz.net steht doch sowieso nicht ernst und so wäre es besser, wenn wir kreuz.net einfach als Satire nehmen würden, was es eigentlich auch ist: eine dümmliche Realsatire, die uns einen tiefen Einblick in die Gedanken geistig, geistlich und moralisch beschränkter Wesen gibt.</p>
<p>Es täte, denke ich, uns besser, nicht gleich nach dem Staat zu rufen. Besonders dann, wenn es besser wäre, die Verrückten einfach mal machen zu lassen, damit jeder Mensch sehen kann, was im klerikalfaschistischen Universum abgeht. Das bringt für unsere Sache mehr als Zensur. Manchmal ist es eben so dialektisch&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=323&amp;md5=05d37ea908e5800ab6253d16190ebf90" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wege aus dem Wahnsinn</title>
		<link>http://denker.net/2009/05/22/wege-aus-dem-wahnsinn/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 17:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Gott & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Kant]]></category>
		<category><![CDATA[Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Während meine Blogsoftware diesen Artikel automatisch veröffentlicht, sitze ich hoffentlich im Odenwald auf einer kleinen entspannten Grillfeier und vertilge entweder noch Fleisch oder schon Wasabi-Erbsen, die ich übrigens sehr empfehlen kann. Damit meine Leser, die wohl auf derartige Hülsenfruchtköstlichenkeiten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während meine Blogsoftware diesen Artikel automatisch veröffentlicht, sitze ich hoffentlich im Odenwald auf einer kleinen entspannten Grillfeier und vertilge entweder noch Fleisch oder schon Wasabi-Erbsen, die ich übrigens sehr empfehlen kann. Damit meine Leser, die wohl auf derartige Hülsenfruchtköstlichenkeiten verzichten müssen, nicht gänzlich darben müssen, gibt es hier eine kurze Handreichung, um sich selbst die ganze Lächerlichkeit fanatischer Religiosität klarzumachen:</p>
<p>Ich empfehle dazu harte Kost, nämlich die späte Religionsschrift Immanuel Kants &#8220;Die Religion in den Grenzen der bloßen Vernunft&#8221;. Kant hatte diese 1793 (2. Auflage: 1794) veröffentlicht und mit erheblichen Zensurproblemen durch die preußische Regierung zu kämpfen. Vielleicht deshalb ist der Anfang der Schrift recht schwer und scheint zunächst nur das kantische Moralsystem, welches aus der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (GMS, 1785) bekannt war, auf die Religion umzusetzen. Natürlich knüpft Kant hieran an und erfindet das ethische Rad seines Systems nicht neu, aber während die GMS sich noch sehr rein um die systematische Anlage der Ethik (Wie ist so etwas wie ein kategorischer Imperativ überhaupt möglich?) dreht, kommt in der Religionsschrift der Widerstreit von Gut und Böse im Menschen stärker in den Blick. Zwar wird hier durchaus ein kantischer Boden bereitet, aber doch nur, um in den letzten Teilen so richtig vom Leder zu ziehen. Hier einige Kostproben: <em>(langsam lesen!)</em></p>
<blockquote><p>Die Überredung, Wirkungen der Gnade von denen der Natur (der Tugend) unterscheiden, oder die letztern wohl gar in sich hervorbringen zu können, ist <em>Schwärmerei</em>; denn wir können weder einen übersinnlichen Gegenstand in der Erfahrung irgend woran kennen, noch weniger auf ihn Einfluß haben, um ihn zu uns herabzuziehen, wenn gleich sich im Gemüt bisweilen aufs Moralische hinwirkende Bewegungen ereignen, die man sich nicht erklären kann, und von denen unsere Unwissenheit zu gestehen genötigt ist: »der Wind wehet, wohin er will, aber du weißt nicht, woher er kömmt u.s.w.« Himmlische Einflüsse in sich <em>wahrnehmen</em> zu wollen, ist eine Art Wahnsinn, in welchem wohl gar auch Methode sein kann (weil sich jene vermeinte innere Offenbarungen doch immer an moralische, mithin an Vernunftideen anschließen müssen), der aber immer doch eine der Religion nachteilige Selbsttäuschung bleibt. Zu glauben, daß es Gnadenwirkungen geben könne, und vielleicht zu Ergänzung der Unvollkommenheit unserer Tugendbestrebung auch geben müsse, ist alles, was wir davon sagen können; übrigens sind wir unvermögend, etwas in Ansehung ihrer Kennzeichen zu bestimmen, noch mehr aber, zur Hervorbringung derselben etwas zu tun. (Kant-W Bd. 8, S. 846)</p></blockquote>
<p>Dass Kant hier den Wahnsinn, der darin liegt, himmlische Einflüsse in sich wahrnehmen können zu glauben, als eine potentielle Methode ausweist, liegt darin, dass er der Vernunft und ihrer Macht noch vertraut, sodass auch derartige innere Offenbarungen sich an solche Vernunftideen anschließen müssen. Genau gelesen findet man aber, dass <em>eine der Religion nachteilige Selbsttäuschung</em> darin liege, was die Christen, die hier schon Blut und Galle spucken, noch daran erinnern soll, dass es Kant nicht darum geht, die Religion zu vernichten, sondern sie von den üblen Einflüssen des ungezügelten Herumdünkelns zu reinigen und vor diesen in Schutz zu nehmen. Aus heutiger Sicht, da das Zeitalter der Aufklärung in eine üble Barbarei geführt hatte, können wir ein solches Vertrauen weder gegen Vernunft, noch gegen Religion noch aufbringen und müssen, soviel ist klar, Kants Schrift als historischen Text lesen. Gleichwohl müssen wir zugeben, dass er noch heute eine Schlagkraft besitzt, die viele handzahme Religionskritiken vermissen, etwa wenn sie nicht den Mut besitzen, Religion in einem Atemzug mit Wahnsinn zu nennen:</p>
<blockquote><p>Der Wahn, durch religiöse Handlungen des Cultus etwas in Ansehung der Rechtfertigung vor Gott auszurichten, ist der religiöse <em>Aberglaube</em>; so wie der Wahn, dieses durch Bestrebung zu einem vermeintlichen Umgange mit Gott bewirken zu wollen, die religiöse <em>Schwärmerei</em>. – Es ist abergläubischer Wahn, durch Handlungen, die ein jeder Mensch tun kann, ohne daß er eben ein guter Mensch sein darf, Gott wohlgefällig werden zu wollen (z.B. durch Bekenntnis statutarischer Glaubenssätze, durch Beobachtung kirchlicher Observanz und Zucht u.d.g.). Er wird aber darum abergläubisch genannt, weil er sich bloße Naturmittel (nicht moralische) wählt, die zu dem, was nicht Natur ist (d.i. dem sittlich Guten), für sich schlechterdings nichts wirken können. (Kant-W Bd. 8, S. 846-847)</p></blockquote>
<p>Was im 18. Jahrhundert überaus klar war, klingt heute ein bisschen verklausuliert, bedeutet aber noch immer das gleiche: Davon, dass man in die Kirche rennt, irgendwelche Rituale oder Handlungen ausführt, fleissigst betet, beichtet, nasebohrt, ändert man nichts an seiner Rechtfertigung vor Gott &#8211; das kann schließlich auch ein abgrundtief böser Mensch tun. Das ist ein zentraler Punkt der kantischen Religionskritik: Der Gläubige kann seinen Gott nicht in Haft nehmen, ihm eine bestimmte Handlung zu vergelten. Hier findet sich die philosophische Grundierung meiner <a href="http://www.the-distraught-queen.de/2009/05/20/die-wahrheit-uber-die-nachstenliebe/" target="_blank">Wut über die Nächstenliebe</a>, die nämlich nichts anderes tut, als die Aufopferung für andere, die sie vordergründig fordert, durch die Idolatrie Armut, Sünde, Krankheit zu ersetzen, die sie &#8211; dialektisch wie eh und je &#8211; selbst hervorbringt.</p>
<p>Lesen wir genau, so finden wir einen schmalen Grad zwischen diesem Aberglauben, durch Handlungen seinen Gott zwingen zu können und dem Wahn selbst himmlische Einflüsse, also innere Offenbarungen in sich wahrzunehmen. Auf diesem Grad findet sich aber eigentlich nichts weiter, als das Bekenntnis, dass ein Gott wohl sein könnte, dass man es aber nicht wissen könne, dass man diesen nicht zwingen könne und dass jenseits dieses Grades Wahnsinn und Aberglauben liegen. Kant lässt daran keinen Zweifel:</p>
<blockquote><p>Der abergläubische Wahn, weil er ein an sich für manches Subjekt taugliches und diesem zugleich mögliches Mittel, wenigstens den Hindernissen einer Gott wohlgefälligen Gesinnung entgegen zu wirken, enthält, ist doch mit der Vernunft so fern verwandt, und nur zufälliger Weise dadurch, daß er das, was bloß Mittel sein kann, zum unmittelbar Gott wohlgefälligen Gegenstände macht, verwerflich; dagegen ist der schwärmerische Religionswahn der moralische Tod der Vernunft, ohne die doch gar keine Religion, als welche, wie alle Moralität überhaupt, auf Grundsätze gegründet werden muß, statt finden kann. (Kant-W Bd. 8, S. 847)</p></blockquote>
<p>Die Mittel/Zweck-Dialektik, die hier schwingt, bedarf, da aus dem Kontext gerissen, einer kurzen Erklärung: Kant ist streng, was die Rollen von Mittel und Zweck angeht. Zwecke (wie z.B. Menschen) sind Zwecke an sich und dürfen nicht zu bloßen Mitteln werden. Das ist die berühmte Zweck-Formel des kategorischen Imperativs. Andersherum darf man sich aber ein Mittel auch nicht zum Zweck machen, was geschieht, sobald man ein Mittel, Gott wohlgefällig zu sein, zum eigentlich Zweck (hier: &#8220;Gegenstand&#8221;) erhebt.</p>
<p>Der letzte Satz kündigt Kants scharfe Zunge an, die wir jetzt, wo über Zwecke, Mittel, Aberglauben und Wahn gesprochen wurde, erst beginnen, genießen zu können: &#8220;Religionswahn [ist] der moralische Tod der Vernunft&#8221;, mehr noch: Vernunft ist die Voraussetzung für Religion, da ohne sie gar keine solche &#8220;statt finden&#8221; kann. Ganz klar: Zuerst kommt die Vernunft, dann kommt die Moral und schließlich die Religion. Wer an dieser Reihenfolge etwas dreht, ist längst im Religionswahn angekommen.</p>
<p>Das bedeutet aber auch, dass sich die Religion immer der Prüfung durch die Vernunft stellen muss. Für Kant ist das kein Problem: Er vertraut der Vernunft und so muss die wahre Religion, wenn sie also von Gott ist, auch dieser Prüfung gegenüber bestehen können.</p>
<p>Wir müssen, ich schrieb es bereits, heute die Vernunft historisch betrachten und können nicht mehr einfach so der Vernunft alles zutrauen. Der evangelikale Schluss aber, die Prüfung durch die Vernunft aufzugeben, führt geradewegs in den völligen Religionswahn hinein. Der einzige Weg, der angesichts von kantischer Theorie und historischer Vernunftkritik heute noch zu einer Religion führen kann, ist ein so tiefer Zweifel an Vernunft und damit zwingend auch an Religion, dass Religion keinen Moment als dogmatisches System bestehen kann. Dass hierin, gerade für einfache Gemüter, der Absturz ins Gefühl droht, liegt auf der Hand. Das Gefühl ist jedoch wieder nur eine Schwärmerei: singend und tanzend mit einer Gitarre in der Hand auf dem Weg zum evangelischen Kirchentag das Böse verjagen, das einige Meter weiter im Zug nach Marburg sitzt und sich auf die Demo freut&#8230;</p>
<p>Erlauben wir uns nach soviel Mühe, die Religion an der scharfen Zunge des kantischen Geistes entlangzuführen, ein letztes Zitat; diesmal aber nicht philosophisch-formal, sondern materiell-resümierend, um auch den letzten Skeptiker von der Lesbarkeit, Güte und Schärfe dieser späten kantischen Religionsschrift zu überzeugen. Im Abschnitt &#8220;§3 Vom Pfaffentum als einem Regiment im Afterdienst des guten Prinzips&#8221; heißt es:</p>
<blockquote><p>Von einem tungusischen <em>Schaman</em>, bis zu dem Kirche und Staat zugleich regierenden europäischen <em>Prälaten</em>, oder (wollen wir statt der Häupter und Anführer nur auf die Glaubensanhänger nach ihrer eignen Vorstellungsart sehen) zwischen dem ganz sinnlichen <em>Wogulitzen</em>, der die Tatze von einem Bärenfell sich des Morgens auf sein Haupt legt, mit dem kurzen Gebet: »Schlag mich nicht tot!« bis zum sublimierten <em>Puritaner</em> und Independenten in <em>Connecticut</em> ist zwar ein mächtiger Abstand in der <em>Manier</em>, aber nicht im <em>Prinzip</em> zu glauben[.] (Kant-W Bd. 8, S. 848)</p></blockquote>
<p>&#8220;ein mächtiger Abstand in der Manier, aber nicht im Prinzip&#8221; &#8211; Freunde von mir werden bestätigen, dass dies meine liebste Stelle bei Kant ist, an der sich das scharfe Messer seiner Untersuchungen tief in den Blödsinn, den es zu überwinden gilt, hineinschneidet.</p>
<p>Dass das Prinzip des Glaubens bei evangelikalen Gesundbetern sich nicht vom Aberglauben, wie er oben beschrieben ist, unterscheidet, ist völlig klar. Dass aber deren Manier, also ihr Stil, schon ebenso offen zum Wahnsinn übergangen ist, sollte uns erschrecken. Wir können sicher nicht sagen, dass alle Christen geisteskrank sind. Dazu müssten wir schließlich alle untersuchen, aber wir müssen endlich zugeben, dass es Menschen in dieser Gesellschaft gibt, die ihren Wahn, der schon fern aller Realität ist, unter dem Deckmantel der Religion ausleben und die Grenze der Selbst- und Fremdgefährdung überschritten haben. Ich bin der Psychologie gegenüber skeptisch genug, um keine Zwangsbehandlungen oder Verbote zu fordern, aber aufmerksam beobachten und offen aussprechen müssen wir diesen Wahnsinn hingegen schon.</p>
<p>Kant aber zeigt uns, dass es lange vor Dawkins Autoren gab, denen die Gefährlichkeit von Religion klar war und die die Religion unter die Herrschaft der Vernunft gestellt sehen wollten. Kant verflucht nicht die Religion überhaupt, da hat es nach ihm anderen Autoren gegeben, aber er zeigt uns so viel darüber, dass wir mit seiner Hilfe und unserer historischen Erfahrung heute leicht einen Ausweg aus dem Gotteswahn finden können, wenn wir uns in ihm verstrickt haben. Ich hoffe, dass dieser Text für einige noch immer so wirkt.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=208&amp;md5=a7ef550b92cc95b50362e917526583b6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Enttäuschte Liebe?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 09:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<description><![CDATA[In der FR können wir zur Demo gegen den Homo-Heiler-Kongress in Marburg folgendes lesen:
Der Vorsitzende der ausrichtenden Akademie, Martin Grabe, kann die massive Kritik nicht verstehen. Bei der Kongresseröffnung am Mittwochabend sprach er von einer "Großkampagne, die nahezu ohne ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der FR können wir zur Demo gegen den Homo-Heiler-Kongress in Marburg folgendes <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1766345_Protest-gegen-Homo-Heiler.html" target="_blank">lesen</a>:</p>
<blockquote><p>Der Vorsitzende der ausrichtenden Akademie, Martin Grabe, kann die massive Kritik nicht verstehen. Bei der Kongresseröffnung am Mittwochabend sprach er von einer &#8220;Großkampagne, die nahezu ohne realen Aufhänger&#8221; gestartet worden sei. Homosexualität werde während des Kongresses höchstens am Rande thematisiert. Der Akademie gehe es &#8220;wie einer Insel im Frühjahrssturm&#8221;. Er rief die 1000 Kongressteilnehmer dazu auf, für die Demonstranten zu beten: &#8220;Hinter Hass steht immer eine enttäuschte Liebe.&#8221;</p></blockquote>
<p>Daran sind zwei Sachen interessant:</p>
<ol>
<li>Die Christen haben schon wieder gelogen: Erst erzählen sie uns wochenlang, dass Homosexualität auf ihrem Kongress kein Thema sei und jetzt wird es &#8220;höchstens am Rande thematisiert&#8221;. Zwischen &#8220;gar nicht&#8221; und &#8220;marginal&#8221; besteht aber ein deutlicher Unterschied, den auch ein Theologe kennen sollte, so er ernsthaft behaupten können will, eine Wissenschaft zu betreiben. Dass es ein zynischer Witz ist, über Identität, nicht aber über Homosexualität sprechen zu wollen, ist jedem redlich denkenden Menschen ohnedies klar. Dass die Teilnehmer des Kongresses zu einem erheblichen Teil schlicht unredlich sind, allerdings auch.</li>
<li>Es steckt ein ganz erheblicher Teil Realitätsverlust in Sätzen wie &#8220;Hinter Hass steht immer eine enttäuschte Liebe.&#8221; Dazu erkläre ich:</li>
</ol>
<blockquote><p>Nein, wir hassen Euch nicht. Uns geht der Hass auf Christen vollkommen ab: Ob Ihr gesund oder krank seid, ob ihr Freude habt oder leidet, ob ihr tanzt oder bettnässt, ob Ihr lange lebt oder früh in der Kiste vergammelt, ist uns vollkommen egal. Ihr seid uns vollkommen egal. Das einzige, was uns interessiert, ist, dass man Euch daran hindert, zu tun, was Ihr nämlich tut, wenn man Euch nicht hindert: Frisbee mit den Psychen anderer Leute zu spielen, ihnen systematisch metaphysischen Blödsinn vorzulügen, ihre Ängste und Nöte zu missbrauchen, ihnen Schuldgefühle und Selbsthass einzureden, sie schließlich in den Selbstmord zu treiben. Das ist schon alles.</p>
<p>Die einzigen von uns, die sich mit einer enttäuschten Liebe auseinandersetzen müssen, seid dagegen Ihr: Ihr könnt es einfach nicht verknusen, dass wir Euch Eure Rede von der Liebe Gottes nach 2000 Jahren Mord und Totschlag, der sich auch gegen uns gerichtet hat, einfach nicht mehr glauben. Ihr habt unsere Liebe Jahrtausende lang verfolgt, zerstört und uns an Leib und Seele vernichtet. Ihr habt uns zu Eurem moralischen Vergnügen gequält und unseren Tod als den Willen Eures Gottes verkündet. Und da sollen wir Euch auch nur noch ein Wort glauben, da Eure Taten doch Eure angebliche Läuterung täglich Lügen strafen? Das ist die Wahrheit: Wir lehnen Euch und Euren Gott ab, weil Ihr die Kinder von Mördern seid, die deren Schrecken nur mühsam verborgen weitertreiben. Das ist kein Hass, das ist Notwehr: Ihr seid diejenigen, die pathologisch Hass mit Liebe verwechseln. Und dafür und nur dafür hasst man Euch.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=215&amp;md5=bd24bf02ecbfa3ea08363e77bf4b728d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit über die Nächstenliebe</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 14:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Gott & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Vernunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Stefan fragte mich kürzlich, als ich mich wieder in eine kleine antireligiöse Rede hineingesponnen hatte, was denn von der christlichen Nächstenliebe zu halten sei und wie ich zu ihr stünde. Da die Nächstenliebe ja das vordergründig größte Pfand ist, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan fragte mich kürzlich, als ich mich wieder in eine kleine antireligiöse Rede hineingesponnen hatte, was denn von der christlichen Nächstenliebe zu halten sei und wie ich zu ihr stünde. Da die Nächstenliebe ja das vordergründig größte Pfand ist, mit dem die Religiösen sich öffentlich verkaufen, dokumentiere ich meine Rede hier aus dem Gedächtnis, führe sie aber zugleich weiter aus:</p>
<blockquote><p>Nächstenliebe ist eine große Lüge. Der eigentliche Hintergrund der Nächstenliebe ist unethisch, menschenverachtend und ekelhaft: Zum ersten geht es den Christen nicht um eine wahrhaftige Aufopferung für den Anderen, wie sie so gerne behaupten, sondern sie versuchen damit, sich ein gewisses Anrecht auf die Erlösung zu erkaufen. <em>Was Du dem geringsten meiner Brüder getan, hast Du mir getan</em>, spricht ihr Herr und wer sollte da nicht Nächstenliebe zeigen? Schließlich ist er nicht nur der Herr über Leben und Tod, sondern am Ende der Zeit bestimmt er auch gleich noch, wer in den Himmel darf &#8211; wer wollte sich da nicht gut stellen? Das Argument ließe sich ausbauen, aber klar ist: Dieser Grund der Nächstenliebe ist blanker Egoismus. Es steckt keine Vernunft und keine Liebe darin, sondern nichts weiter als metaphysische Klugheit und ein Ablasshandel, nämlich alter Wein in neuen Schläuchen. Bezahlt wird nicht in Talern, sondern in Lebenszeit. Für das biologische Zeitalter ist das nur konsequent: Der Christ bezahlt sein Anrecht auf die Erlösung mit Lebenszeit, die ihm sein Herr nach dem Ende der Zeit doppelt vergelten soll. <em>Wäre ich ein metaphysisch-transzendentes Wesen jenseits von Raum und Zeit, ich würde diese Speichellecker in die Hölle stürzen und mich ärgern, dass die wirklich gedacht haben, ich wäre so leicht zu bestechen. Welch widerwärtige Anmaßung, einen Gott durch Taten kaufen zu wollen!<br />
</em></p>
<p>Zum Zweiten sieht man die ganze Verlogenheit der sog. christlichen Nächstenliebe, wenn man das Objekt ihrer Liebe betrachtet: Es sind die Armen, die Sünder, die Kranken &#8211; gehen wir diese einzeln durch: Es ist ja so schön, Almosen zu geben, bei der die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. <em>Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.</em> Wieder nichts als blanker Egoismus, aber hier kommt hinzu, dass man Almosen nicht geben kann, wenn es keine Armen gibt. Die christliche Nächstenliebe ist auf das Vorhandensein von armen Menschen angewiesen und so erklärt sich auch, warum es heute christlich ist, &#8220;mehr Netto vom Brutto für alle&#8221; zu fordern. Da arme Menschen gar keine Steuern zahlen, sollen die wohlhabenderen Menschen entlastet werden, damit diese nur noch inniger Almosen geben können. Für Entwicklungsländer gilt dies mutatis mutandis nicht minder. So ist das Christentum längst in der Sozialtechnik angekommen: Man braucht die Armen für seinen eigenen Anteil am Schatz Christi. &#8211; Wer mir nicht glaubt, dem sei die Verwendung von Google empfohlen: Die christlich motivierten Steuersenkungsreden liegen massenhaft verteilt, aber leider nur selten knackig, herum.</p>
<p>Die Sünder lieben die Christen sowieso, genau wie ihr Vater. Sie hassen aber die Sünde. Es ist brillant, zwischen dem Sünder und der Sünde zu trennen, erlaubt es doch eine perfide Vielzahl von Ausdrücken der Nächstenliebe:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/dEQuW2v6U2o&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dEQuW2v6U2o&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Diese Form der Nächstenliebe versteckt also die ganze Palette psychischer Gewalt unter sich, die schizophrene Erkrankungen geradezu züchtet (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie" target="_blank">Doppelbindungstheorie</a>): Wer von einflussreichen Menschen aus Familie, Sekte oder gar einem vermeintlichen <a href="http://www.wuestenstrom.de/" target="_blank">Therapeuten</a> ständig paradoxe Botschaften empfängt, braucht sich über Probleme, Selbstmordgedanken und somatische Störungen nicht zu wundern. Sie sind die Frucht der christlichen Nächstenliebe: <em>Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.</em> &#8211; Dieser Satz ist mehr als eine unbeholfene Anspielung auf ihre &#8220;frohe&#8221; Botschaft, sondern zeigt die ganze Perversion, die darin liegt, die Sünde zu hassen und den Sünder zu lieben: Was entscheidet denn, ob ein Baum gut oder schlecht ist? Na, die Früchte! Und wer entscheidet, ob die Früchte gut oder schlecht sind? Na, die Christen, wer denn bitte sonst: <em>sie</em> werden sie <em>erkennen</em>. In dieser peccatischen Erkenntnistheorie ist die wissenschaftliche Disziplin und die vernünftige Gewaltenteilung noch nicht angekommen. Der Christ hat die Definitionsmacht über die Sünde, die Sünde bestimmt den Sünder, sagt der Christ. Er liebe diesen, hasse jene und kann sich so seinen Nächstenliebe genannten Menschenhass als psychische Gewalt jahrelang voronanieren, bis das Opfer endlich die Todsünde der Selbstentleibung vollzieht und damit nur die eigene Sündhaftigkeit dokumentiert. Dass es erst durch den Christen in diese Lage gebracht wurde, interessiert ihren Herrn nicht, sagen sie und wir haben keinen Grund, warum wir von ihrem Gott besser denken sollten.</p>
<p>Wo wir schon bei christlicher Schizophrenie sind: Die Kranken sind das wichtigste und zentralste Moment der christlichen Nächstenliebe. Gewiss, als noch die Lepra ein Problem war, konnte man die Betroffenen isolieren, mit ihnen in einem leprösen Sexlager leben und sie so aufrichtig nächstlieben und missionieren, dass nichts mehr von deren Lebensqualität übrig blieb. Oh Amen, ich sage Euch: Diese Christen haben die Verzweiflung der Kranken für ihr eigenes Seelenheil ausgenutzt. Nichts war daran eine Aufopferung für den anderen und es nimmt Wunder, dass dieser christliche Liebesporno nicht zu einer religiösen Priapismusepidemie geführt hat. &#8211; Und in absolut gar nichts unterscheidet sich der christliche Liebeseifer heute in Afrika, wo es gilt, dem AIDS-Kranken den Angst- und Todesschweiss von der Stirn zu tupfen: Das ist die wahre Erklärung für die bizarre Kondomfeindschaft Ratzingers. Die Christen brauchen die Epidemie, sie sind die wahnwitzigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit" target="_blank">Co-Abhängigen</a> einer früher stets tötlichen, heute &#8211; dank Wissenschaft und nicht dank ihres Gottes! &#8211; chronischen, dennoch schrecklichen Krankheit, die in Schach zu halten wäre, wenn es nicht gelte, die Armen arm und die Christen christlich zu halten. Der sich nächstliebend aufopfernde Christ, der die Kranken pflegt, lebt nach dem indulgentischen Motto: <em>Sobald die Hand den Schweiss abtupft, die Seele in den Himmel hupft.</em> Die Chance, AIDS einzudämmen und schließlich zu beseitigen, ist so eine dreifache Gefahr für das Christenvolk: Afrika könnte sich vielleicht wirtschaftlich erholen, wenn nicht so viele Menschen stürben. Das Wort &#8220;Sünde&#8221; könnte seinen Schrecken verlieren, wenn das Ficken jenseits der christlichen Moraldoktrin nicht mehr so gefährlich wäre und die Kranken, dieses Idol der Nächstenliebe, kämen ihnen ohnedies abhanden.</p>
<p>Es ist ganz klar: Die Chance, die Erde durch Wissenschaft und Vernunft in ein Paradies zu verwandeln, ist die größte Gefahr, dem sich das Christentum gegenüber sieht. Der Weg zum Paradies muss versperrt bleiben, notfalls nehmen die Christen das Schwert des Cherub selbst in die Hand. Dass der berühmte Apfel vom Baum der <em>Erkenntnis</em> stammte, ist nicht ein wunderlicher Effekt der Übersetzung, sondern die Nabelschau der christlichen Ideologie höchstselbst: Es soll ein Paradies sein, aber es muss das christliche sein, zu dem man nur durch indulgentisch-peccatischen Mindfuck und zwar erst im Jenseits gelangen darf. Die immanent-materialistische Aussicht auf ein Paradies dagegen ist die Idee des Antichristen.</p>
<p>Nichts an der christlichen Nächstenliebe ist ethisch. Sie hält Menschen arm, psychisch labil und feiert ihre Krankheit. Alles für den zusammengewursteten Selbstaufopferungsporno, um den das Christentum seine Existenz aufbaut. Nichts daran ist wahr. Nichts darin bedeutet eine Liebe zum nächsten Menschen. Wenn es in dieser Liebe ein Nächstes gibt, dann ist es das nächste Leben, in dem die Christen endlich ihre verdiente Belohnung ihres Herrn entgegen nehmen können. Das Christentum ist die schizophrene Ausgeburt des tiefsten Egoismus, die sich von offener Barbarei nur durch ihren mühsamen Zynismus unterscheidet.</p>
<p>Die einzige Ethik, die angesichts des Leidens, das die Religion über die Welt bringt, ihren Kredit trotz allem noch nicht völlig verspielt hat, ist die Ethik der Vernunft: <em>Wüssten wir, dass Gott sei, wüssten wir, was sein Wille sei, wüssten wir, dass wir in die ewige Verdammnis stürzten, wenn wir nicht gehorchten und könnten wir seinen Willen erfüllen, fänden aber in uns, dass sein Wille gegen unsere redliche Vernunft und gegen die Menschheit im Ganzen und in jedem Einzelnen sei, so dürften wir doch nicht gehorchen.</em> Die wahre Ethik ist vollkommen apostatisch und nimmt die Hölle in Kauf.</p>
<p>Was die Christen angeht, wird aber klar: Eine echte Ethik haben diese nicht. Alles, was sie Liebe nennen, ist nichts weiter als der giftige Schleim ihrer Todesangst, der sie nichts anderes mehr entgegenzusetzen haben, als das erbärmliche Gewinsel: <em>Bitte bitte, lieber Gott, bitte bitte, hab doch Gnade, ich war doch immer brav!</em></p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=176&amp;md5=8af1674b3d026d0a1f6a9c4ca449686d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Demo gegen HomoHeiler in Marburg</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 14:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Nochmal der Aufruf, sich an der Demo in Marburg zu beteiligen. Infos hier. Ich habe einen Handzettel gebastelt, den ich morgen drucken lasse. Vielleicht regen sich ja ein paar Christen wahnsinnig darüber auf. ;-)

Immer dran denken:

Religion ist heilbar!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal der Aufruf, sich an der Demo in Marburg zu beteiligen. Infos <a href="http://noplace.blogsport.de/kampagne/demonstration/" target="_blank">hier</a>. Ich habe einen <a href="http://www.denker.net/reli.pdf" target="_blank">Handzettel</a> gebastelt, den ich morgen drucken lasse. Vielleicht regen sich ja ein paar Christen wahnsinnig darüber auf. <img src='http://denker.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Immer dran denken:</p>
<p><strong>Religion ist heilbar!</strong></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=174&amp;md5=ea7d80b4aeedd3409cdd5622e44c5ffa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Katholenbashing mehr?</title>
		<link>http://denker.net/2009/04/14/kein-katholenbashing-mehr/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 11:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Gott & Co.]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufregung ist ja, sparsam genossen, durchaus gesund, aber ein Zuviel kann einem ganz schön auf die Pumpe gehen. Jahrelang war das Kopfschütteln über die beknackten römischen Ejakulationsboykotteure ja lustig, aber in letzter Zeit wurde es mir dann zu stressig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufregung ist ja, sparsam genossen, durchaus gesund, aber ein Zuviel kann einem ganz schön auf die Pumpe gehen. Jahrelang war das Kopfschütteln über die beknackten römischen Ejakulationsboykotteure ja lustig, aber in letzter Zeit wurde es mir dann zu stressig und zu viel. Ich habe daher heute 25€ in die Metaphysik investiert und einer sichtlich gelangweilten Justizangestellten meine vollständige und unumkehrbare Apostasie erklärt.</p>
<p>Früher habe ich das nicht gemacht, da mir die 25€ für die Metaphysik zu Schade waren und später ging es nun nicht mehr, da ich erwarte, bald einer steuerpflichtigen Beschäftigung nachzugehen.</p>
<p>Vermutlich wird dies aber auch Auswirkungen auf mein Blog haben. Es wird bestimmt noch langweiliger als ohnehin schon <img src='http://denker.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=154&amp;md5=7fb59312f29770719d5707b6689b4134" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Papst wendet sich an Erdbebenopfer</title>
		<link>http://denker.net/2009/04/09/papst-wendet-sich-an-erdbebenopfer/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 08:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krudes]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Gott & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Katholizismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesem Blog liegt exklusiv vorab die Rede des Nacifex Maximus zur Tröstung der italienischen Erdbebenopfer vor:
Meine lieben Brüder im Glauben,

mit großem Bekümmern haben wir die Berichte von den Opfern der Erdbebenkatastrophe zur Kenntnis genommen. Es erfüllt uns mit tiefem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesem Blog liegt exklusiv vorab die Rede des Nacifex Maximus zur Tröstung der italienischen Erdbebenopfer vor:</p>
<blockquote><p>Meine lieben Brüder im Glauben,</p>
<p>mit großem Bekümmern haben wir die Berichte von den Opfern der Erdbebenkatastrophe zur Kenntnis genommen. Es erfüllt uns mit tiefem Kummer, anständige Christen Leiden zu sehen. Seien Sie versichert, dass wir Sie und ihre Angehörigen in unsere Gebete einschließen.</p>
<p>Erlauben Sie aber dennoch, darauf hinzuweisen, dass der seit Jahren andauernde Bau von Häusern nicht zur Verbesserung der Lage beiträgt. Wie unser seliger Bruder im Glauben, Papst Paul, in seiner achten und letzten Enzyklika Humani Domus festgehalten hat, entspricht der Bau von Häusern mit mehr als einem Stockwerk aus Stein nicht dem Willen unseres Herrn Jesu Christ. Lassen Sie mich Ihnen zurufen: Häuser helfen nicht gegen Erdbeben, sie machen sie aber schlimmer. Halten Sie sich im Freien auf, wie die Kinder, dann können Ihnen keine Steine auf den Kopf fallen. Gedenkt Adam und Eva im Paradise, wie diese ohne den Bau von Häusern auskamen und schaut die Vögel: Sie sähen nicht, sie ernten nicht und ihr himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid wie die Blumen auf dem Felde, ohne Häuser und fest im Glauben. Euer himmlischer Vater wird Euch auch bei Sturm beherbergen und auf Euren Wegen führen! Fürchtet kein Unheil!</p></blockquote>
<p>Unanständig? Macht man nicht? Verhöhnung von Opfern und ihren Angehörigen? Vielleicht, aber Kondome helfen nunmal nicht gegen HIV/AIDS.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://denker.net/?flattrss_redirect&amp;id=149&amp;md5=bc90cf21827cec4b7de3bbbbaaf2aec8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://denker.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Atheisium: Basteln mit Kai</title>
		<link>http://denker.net/2009/04/04/atheisium-basteln-mit-kai/</link>
		<comments>http://denker.net/2009/04/04/atheisium-basteln-mit-kai/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 13:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krudes]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gott & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Kant]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Erinnert Ihr Euch noch an Atheisium? Damals gab es ja nur eine kleine Grafik von Hartmut, aber keine richtige Verpackung. Um die Stresslücke nach der Prüfung letzte Woche zu füllen, habe ich mich des Problems angenommen und eine einfache ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnert Ihr Euch noch an <a href="http://www.the-distraught-queen.de/2009/01/21/pharmazeutische-geruechte/" target="_blank">Atheisium</a>? Damals gab es ja nur eine kleine Grafik von <a href="http://bondagetop.blog.de" target="_blank">Hartmut</a>, aber keine richtige Verpackung. Um die Stresslücke nach der Prüfung letzte Woche zu füllen, habe ich mich des Problems angenommen und eine einfache Bastelvorlage erstellt. Die entsprechenden Dateien findet Ihr unten. So sieht das Ergebnis aus, das aus technischen Gründen schwarz-weiß ausfällt, aber von Euch gerne weiterentwickelt werden darf:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-126" title="Atheisium" src="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/a_ergebnis.jpg" alt="Atheisium" width="450" height="241" /></p>
<p>Materialliste für ein Exemplar:</p>
<ul>
<li>Aponorm-Dose 125ml aus der Apotheke</li>
<li>Bogen 7&#215;2 Etiketten mit 100x38mm</li>
<li>DIN A4 Bogen 250g Papier</li>
<li>DIN A4 Bogen 80g Papier oder dünner</li>
<li>einige Dateien (siehe unten)</li>
<li>beliebiger Inhalt, z.B. Pfefferminzbonbons</li>
</ul>
<p>Außerdem braucht Ihr:</p>
<ul>
<li>Schere, Kleber, ggf. Handschuhe</li>
<li>Drucker</li>
<li>ggf. Grafik oder Office-Programm</li>
</ul>
<p>Und so gehts:</p>
<p>Druckt einen Aufkleberbogen. Ggf. müsst Ihr, falls Ihr einem anderen Hersteller als ich vertraut habt, den Bogen neu setzen. Die SVG-Datei eines einzelnen Etiketts findet Ihr unten. Ich konnte mit meinem einfachen Bürodrucker nur die linke Spalte des Bogen brauchbar verwenden. Beim Ausdrucken ist es manchmal nötig mit den Einstellungen zu experimentieren und einfach gleich alle Druckränder auf 0 mm zu setzen, während man ignoriert, dass man damit in den nicht bedruckbaren Bereich kommt. Wer will, kann einen Testlauf mit normalem Papier machen und spart so die relativ teuren Bögen (25 Bögen beim Karstadt für 5,95€).</p>
<p>Klebt jetzt ein Etikett einigermaßen gerade auf die möglichst fettfreie Aponorm-Dose. Wenn Ihr das nicht direkt nach dem Essen macht oder die Dose übelst befingert habe, dürfte sich das von selbst ergeben. Ihr könnt natürlich jede andere Dose auch verwenden &#8211; Aponorm-Dosen gibt es für wenig Geld (hier: 0,70€/Dose) in der Apotheke und außerdem wirken sie schön medizinisch.</p>
<p>Jetzt kommt der schwierigere Teil: Druckt die Schablone aus. Aus hier empfiehlt es sich, mit 80g Papier einen Testlauf zu machen und erstmal einen wackeligen Prototypen zusammenzukleben. Für das eigentliche Produkt müsst Ihr, sofern Ihr es nicht selbst ausdrucken könnt, einen Copyshop Eurer Wahl bemühen. Leider können nicht alle Copyshops auf dickem Papier farbig drucken und einige haben dafür sogar nur Tintenstrahldrucker zur Verfügung. In diesem Fall müsst Ihr darauf achten, dass die Tinte wirklich trocken ist, bevor ihr anfangt und Ihr solltet beim Basteln Latexhandschuhe o.ä. tragen, damit Eure Fettfinger nicht die Tinte verwischen. Das lässt sich mit Latex zwar nicht vermeiden, aber doch vermindern. Kristin, der an dieser Stelle gedankt sei, gab mir den Tipp, den Bogen mit Haarspray vorzubehandeln. Mangels Haarspray konnte ich das aber nicht ausprobieren. Über Feedback würde ich mich freuen! <img src='http://denker.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei Ausdrucken des Bogens ist darauf zu achten, dass der nicht skaliert wird, um auf eine DIN A4-Seite zu passen. Da an den äußeren Rändern nur Klebelaschen sind, macht es nichts, wenn diese nur unvollständig gedruckt werden. Man berücksichtigt dies dann einfach beim Ausschneiden &#8211; Dank an dieser Stelle sei Timo für diesen absurd naheliegenden Rat!</p>
<p>Beim Ausschneiden ist darauf zu achten, dass die Faltlaschen korrekt eingeschnitten werden. Zwar sind sie auf der Vorlage alle brav rechteckig, aber sie sollten beim Ausschneiden trapezförmig angeschnitten werden. Das macht das Zusammenfalten und -kleben leichter.</p>
<p>Nun wird gefaltet: Das kann jeder halten, wie er will. Ich habe verschiedene Reihenfolgen ausprobiert, fand aber keine wirklich überzeugend. Generell sollte man aber die langgestreckte Außenseite zuerst falten, dann die Klebe- und Faltlaschen, dann die Ober- und die Unterseite. Je ordentlicher ihr hier arbeitet, desto schöner ist auch das Ergebnis. Da die Grundfläche des Quaders quadratisch ist, kann man sich beim Falten gut an den Einschnitten für die Laschen orientieren. (Tipp von <a href="http://blog.xenim.de/" target="_blank">cato</a>: Es faltet sich leichter, wenn man die Knickstellen vorher von außen leicht anritzt. Hierzu verwendet man ein Lineal und ein spitzes Küchenmesser.)</p>
<p><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/falt1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-130 alignnone" title="Falten 1/3" src="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/falt1-150x150.jpg" alt="Falten 1/3" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Nun werden die mit Wellenlinien aufgehüpschten und daher unansehnlichen Klebelaschen mit Klebstoff bestrichen. Man beginnt dabei mit der Seitenlasche (auf dem Ausdruck links außen). Nun kommen die unteren Klebelaschen an die Reihe:</p>
<p><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/falt2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-131 alignnone" title="Falten 2/3" src="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/falt2-150x150.jpg" alt="Falten 2/3" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/falt3.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-132" title="Falten 3/3" src="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/falt3-150x150.jpg" alt="Falten 3/3" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Damit ist die Verpackung im Prinzip fertig. Als kleine Fleißaufgabe schneiden wir nun noch den Knick der oberen Einstecklasche keilförmig ein. Die Packung schließt dadurch besser:</p>
<p><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/keil.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-133" title="Keilförmiger Einschnitt" src="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/keil-150x150.jpg" alt="Keilförmiger Einschnitt" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Nun könnt Ihr den Beipackzettel ausdrucken und die Aponorm-Dose mit pastillenartigen Objekten Eurer Wahl befüllen. Im Bild sind die Schokolinsen eines bekannten Herstellers zu sehen, die ich nur empfehlen kann, wenn man das Atheisium verschenken wollt. Vielleicht helfen diese etwas über die Schmerzen hinweg, in seinen religiösen Gefühlen gekränkt worden zu sein:</p>
<p><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/inhalt.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-134" title="Dose mit Inhalt" src="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/inhalt-150x150.jpg" alt="Dose mit Inhalt" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Das Falten des Beipackzettels ist ein wenig tricky, wenn man diesen absurden Zustand normaler Medikamentenverpackungen reproduzieren möchte. Ich rate, sich einfach einmal mit den Beipackzetteln aus der eigenen Hausapotheke zu befassen und mir zu ersparen, die Falttechnik hier zu beschreiben.</p>
<p>Wer mag, kann gerne den Beipackzettel etwas umschreiben und an das jeweilige Opfer anpassen.</p>
<p>Ansonsten wünsche ich viel Spaß bei der Behandlung religiöser Wahnvorstellungen und empfehle Kants Schrift &#8220;Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft&#8221;. Kant hat sich damals mit seiner Rede über &#8220;Religionswahn&#8221;, &#8220;Pfaffentum&#8221; und &#8220;Afterdienst&#8221; ein Lehrverbot in Fragen der Religion eingehandelt. Ohne kluge und scharfzüngige Autoren wie Kant könnte man heute kein Atheisium basteln, ohne dass die zahlreichen sekundären Nebenwirkungen des Beipackzettels eintreffen könnten.</p>
<p>Und hier die versprochenen Dateien:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/athesium-etikett.svg">Etikett als SVG</a></li>
<li><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/aufkleberbogen.odt">Etikettenbogen als ODT</a></li>
<li><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/athesium-packung.svg">Schablone als SVG</a></li>
<li><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/ap.pdf">Schablone als PDF</a></li>
<li><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/packungsbeilage.odt">Packungsbeilage als ODT</a></li>
<li><a href="http://www.the-distraught-queen.de/wp-content/uploads/2009/04/packungsbeilage.pdf">Packungsbeilage als PDF</a></li>
</ul>
<p>Disclaimer: Diese Anleitung darf gerne nachgebastelt, weitergegeben und verändert werden und solange auf diese ursprüngliche Version verwiesen wird. Es ist darauf zu achten, dass der satirische Charakter von &#8220;Atheisium retard&#8221; offenbar bleibt und ein kritischer Umgang mit religiösen Ideen gefördert wird. Menschen, die sich durch &#8220;Atheisium retard&#8221; beleidigt fühlen, sollten umgehend bei ihrem örtlichen Philosophen zwecks eine Beratung vorstellig werden.</p>
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		<title>17 Tage Wahnsinn</title>
		<link>http://denker.net/2009/03/27/17-tage-wahnsinn/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 15:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Denker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gott & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>

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		<description><![CDATA["Kai, Dein Hass auf Religion ist irrational!" - Nö, ist er nicht. "Irrational" wäre er, wenn er unbegründet wäre, aber zur Begründung reichen 17 Tage schwuler Boulevard-Journalismus locker aus. Es ist ganz klar: Religion, jeder Art, ist schlecht, böse ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Kai, Dein Hass auf Religion ist irrational!&#8221; &#8211; Nö, ist er nicht. &#8220;Irrational&#8221; wäre er, wenn er unbegründet wäre, aber zur Begründung reichen 17 Tage schwuler Boulevard-Journalismus locker aus. Es ist ganz klar: Religion, jeder Art, ist schlecht, böse und verdirbt die Menschen. Es gibt nichts gefährlicheres für Vernunft, Rechtsstaat und Menschenrechte als die Religion. Und es gibt ebensowenig anständige Gläubige wie es anständige Antisemiten gibt:</p>
<blockquote><p>Manche rechtfertigten die Umpolungsversuche mit dem christlichen Glauben: &#8220;Wenn jemand einen starken Glauben hat, hat er Angst, er könnte Gott verlieren und das Leben sei wertlos, wenn er sich nicht ändert&#8221;, sagte ein Befragter. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10188" target="_blank">[1]</a></p>
<p>Die serbisch-orthodoxe Kirche hat lautstark gegen das Gesetz protestiert. Sie verlangte, dass das Merkmal sexuelle Orientierung entfernt und der Schutz von Christen gestärkt werden müsse. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10190" target="_blank">[2] </a></p>
<p>Der Veranstalter des Kongresses, die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge e.V. in Frankenberg, ist dafür bekannt, antihomosexuelle Angebote zu unterstützen. Die Referenten kommen aus der evangelikalen Glaubensrichtung von so genannten Ex-Gay-Gruppen. Diese sehen Homosexualität als Defekt an, der &#8220;geheilt&#8221; werden müsse. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10187" target="_blank">[3] </a></p>
<p>Dieser hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für ein Homo-Verbot ausgesprochen und das Anliegen auch mit seinem Glauben begründet; Nkurunziza bezeichnet sich als &#8220;wiedergeborenen Christen&#8221;. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10109" target="_blank">[4]</a></p>
<p>Nigeria unternimmt einen neuen Anlauf, das Homo-Verbot zu verschärfen – auch schwulen ausländischen Geschäftsleuten würde dann Haft drohen, selbst wenn sie im Land keine sexuellen Kontakte haben – die anglikanische Kirche erklärte, mit dem Verbot könne der &#8220;soziale Holocaust&#8221; verhindert werden. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10130" target="_blank">[5] </a></p>
<p>Der muslimische Extremist Anjem Choudary hat bei einer Pressekonferenz in London die Steinigung von Homosexuellen gefordert. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10164" target="_blank">[6] </a></p>
<p>Der lettische Kardinal Janis Pujats hat Ungläubige und wenig interessierte Christen für die Verbreitung von Homosexualität verantwortlich. Die Kirche müsse aber die Wahrheit über Schwule sagen, die genauso lasterhaft seien wie Drogenabhängige, Alkoholiker und Raucher. Gewalt gegen Homosexuelle sei daher verständlich. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10174" target="_blank">[7]</a></p>
<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einer Rede vor der Katholischen Akademie in Berlin klargestellt, dass die verschiedengeschlechtliche Ehe in Deutschland besonderen Schutz genieße und gegenüber anderen Lebensgemeinschaften bevorzugt werden müsse[.] <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=10175" target="_blank">[8]</a></p></blockquote>
<p>Tja, wer soll da nicht zu dem Ergebnis kommen, Christen und anderes religiösen Gesindel sei nicht ein großer Haufen Arschlöcher? Ach, halt? Das ist ja nur das Führungspersonal? Schön, wenn Ihr tollen Christen so anständig seid, ja dann macht doch mal einen Aufstand der Anständigen! Wo ist der denn? Na? Wo ist die tätige Reue? Siehste. Alle in einen Sack stecken und draufschlagen &#8211; man trifft immer den richtigen!</p>
<p>Und jetzt noch eine Hasspredigt eines biederen Hetzers von ganz unten:<br />
<object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/3dLwm7RfZ2E&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3dLwm7RfZ2E&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Man beachte die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3dLwm7RfZ2E" target="_blank">Tags</a> auf der entsprechenden Youtube-Seite: &#8220;Christenverfolgung&#8221;! Man muss schon geistig ganz besonders tief gesunken sein, um sich einzubilden, die &#8220;professionellen Homosexuellen&#8221; würden eine neue Christenverfolgung anzetteln wollen, wenn sie ihre Menschenrechte einfordern. Mit der gleichen Logik könnte man auch sagen, dass die Juden das Deutsche Volk vernichten wollten.</p>
<p>Menschenrechte sind keine Frage der Religionsfreiheit und wenn Religion und Menschenrechte sich ausschließen, was hier an vielen Beispielen erwiesen sein mag, nun, dann ist Religion eben ein Verbrechen. Das Böse ist überall und es lebt in der Religion.</p>
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