Christen beweinen Machtverlust.

Das ZDF zeigt wieder eine Filmreihe unter dem Namen „Sommernachtsfantasien“. Das sollte nichts Spektakuläres sein, aber eine christliche Gruppe regt sich darüber auf. Es sei ein Dammbruch, dass das ZDF mit der Sünde werbe:

„Dass das ZDF als öffentlich-rechtlicher Sender explizit mit Sünde wirbt, ist ein Dammbruch. Grundlagen und Inhalte des christlichen Glaubens werden in den Anzeigenmotiven lächerlich gemacht und für die Werbung von Sex-Filmen missbraucht.“ (zitiert nach DWDL.de)

Jawoll! Ich mag das ZDF. Man sollte christliche Eiferer in ihren Gefühlen beleidigen, wo man sie trifft. Nichts ist doch lächerlicher, als über irgendwelche Glaubensmotive zu jammern.

Aber eigentlich können wir uns freuen: Das Herumgejammere dieser Christen ist ein Zeichen von Schwäche! Ihnen bleibt schon nichts mehr als sich in ihren eigenen Medien über die böse böse Welt zu beklagen. Kann sich eine ehemalige Monopolreligion, unter deren Führung ungezählte Frauen und Männern ein grauhaftes Leben führen oder einen noch grausameren Tod sterben mussten, deutlicher für bankrott erklären?

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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