Ratze entschuldigt sich

Wie Reuters meldet, wird sich der Papst in Australien, das, wie ich ja schon berichtete, erwägt zur Theokratie überzugehen, für den sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener durch seine Angestellten zu entschuldigen. Diesem Blog liegt exklusiv ein Auszug aus der Rede Ratzingers vorab vor:

Erlauben Sie mir bitte auch ein Wort zu den Missbrauchsvorwürfen durch katholische Priester zu sagen. Es tut mir leid. Großes Sorry. Echt, das ist echt total doof gelaufen und ich hoffe ganz ehrlich, dass das nicht mehr vorkommt. Echt großes Sorry.

Aber wo ich schon über Sex rede, erlauben Sie mir doch bitte noch dieses zu sagen: Wenn es nicht diese in sich ungeordnete Homosexualität geben würde, wäre das nicht passiert. Wir versuchen alle bösen Homos rauszuwerfen. Die Homos, die sich als Priester einschleichen, sind es nämlich, die sich an kleinen Jungs und ganz besonders auch an kleinen Mädchen vergehen. Homosexuell empfindenden Menschen begegnen wir mit Achtung, Takt und Mitgefühl. Wir hüten uns, sie in ungerechter Weise zurückzusetzen, aber der Gerechtigkeit halber müssen wir zugeben, dass Homosexuelle nicht Lieben, sondern sich und andere Menschen einfach nur zu Objekten machen. Ja. Europa muss die Sünde der Homosexualität endlich ausschwitzen, damit wieder alle Menschen hetero sind und Kindesmissbrauch, ganz besonders auch in der Familie, nicht mehr vorkommt.

Deswegen bekämpfen wir die Homosexuellen, wo wir können. Wir setzen sie aber nur gerecht zurück.

Die heilige Mutter Kirche ist also nicht schuld am vereinzelten Missbrauch, sondern es handelt sich ausschließlich um böse Homosexuelle. Wir haben einfach noch nicht alle gefunden und rausgeworfen. Deswegen nochmal: großes Sorry. Glauben Sie aber bitte nicht, das könnte was mit Zölibat zu tun haben. Das ist schon richtig so, das ist ja Gottes Wille. Gott mag nur keine Homosexuellen. Die sind objektiv ungeordnet.

Also Sorry nochmal, nichts für Ungut, wird schon wieder.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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Ein Kommentar zu Ratze entschuldigt sich

  1. Richard sagt:

    das ist mir zu verarschig … lustig … aber nicht, und zwar in keinstem maße, ernstzunhemen

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