Christen feiern sich und ihr Menschenbild

In England haben die Christen einen großen Sieg errungen und gerichtlich bestätigt bekommen, dass die Menschenrechte von Lesben und Schwulen nicht über ihren religiösen Rechten stehen. Queer.de zitiert dabei die Christen wie folgt:

[Die Klägerin] freute sich über den Ausgang: „Das ist ein Sieg für religiöse Freiheit. Schwulenrechte sollten nicht dafür missbraucht werden, Menschen wegen deren religiösen Überzeugungen einzuschüchtern und zu schikanieren.“ Auch christliche Gruppen zeigten sich vom Urteil positiv überrascht. Das Christian Institute freute sich, dass der Staat endlich die Rechte jener anerkenne, die religiöse Werte und sexuelle Moral aufrecht erhielten: „Die Hexenjagd auf jeden, der nicht mit Homosexualität einverstanden ist, muss weiter bekämpft werden“, so die evangelikale Lobbygruppe.

Dazu erklärt dieses Blog:

Das ist eine große Niederlage für die Vernunft. Religiöse Rechte sollten nicht dafür missbraucht werden, Menschen wegen deren natürlichen sexuellen Neigungen einzuschüchtern und zu schikanieren. Die Hexenjagd auf jeden, der nicht mit der Fortsetzung der Verfolgung von Lesben und Schwulen durch die Christen einverstanden ist, geht also weiter.

Um es nochmal ganz klar zu sagen: Welchem Kult irgendjemand anhängt, ist mir scheissegal. Meinetwegen dürfen diese Leute daheim den Basilikum-Gott oder den heiligen Schuh-Karton anbeten. Es interessiert mich nicht, aber ihr Herumgekeife gegen Menschenrechte und Freiheit als Menschenrechte und Freiheit zu verkaufen, geht mir entschieden auf den Senkel. Dieses Pack hat unseresgleichen jahrtausendelang verfolgt, gedemütigt, eingesperrt und umgebracht. Es muss endlich klar gesagt sein, dass die Homo-Hetze der Christen und ihrer Brüder im Geiste in einer Linie zu sehen ist mit Sexismus, Rassismus und Antisemitismus

Die Nummer mit den brunnenvergiftenden Juden zieht ja leider nicht mehr so, nachdem die blöden Deutschen das mal zu ernst genommen haben. Das ist schon blöd für diese Christen. Glück haben sie ja, dass es immer noch Richter gibt, die ihnen ihre Homo-Hetze als religiöse Freiheit abkaufen.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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Ein Kommentar zu Christen feiern sich und ihr Menschenbild

  1. Cammy sagt:

    Wie bist du denn drauf? Ich hoffe mal du weißt, dass nicht alle Christen so sind.

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