Unionslogik – Lektion 1

Am gestrigen Wahlabend konnte man die grandiose Logik der CDU/CSU besichtigen. Die Schlußfigur nennt sich Po-Fall A und zählt zu den grandiosen Fortschritten in der abendländischen Logik:

  • Steinmeier wirke laut CDU nicht, da er es nicht geschafft hätte, seit seiner Ernennung vor wenigen Wochen das Ruder für die SPD herumzureißen.
  • Die seit einem Jahr im Amt befindlichen CSUler Beckstein und Huber seien an dem Wahldebakel der CSU aber unschuldig. Es handele sich um eine Altlast von Herrn Stoiber.

Möglicherweise handelt es sich aber auch um einen bisher unbekannten Effekt der Relativitätstheorie: In der Nähe von Maßkrügen vergeht die Zeit langsamer. Wie dem auch sei: Ich vermute ja, dass die Misere der SPD unter anderem darin begründet ist, dass sie noch lange nicht so dreist mit der Wahrheit spielt wie die CDU/CSU.

PS: Gerade lese ich, dass das Debakeldreigespann Beckstein/Huber/Haderthauer nicht an Rücktritt denkt. Recht so. Dann fliegen sie bei der Europawahl nächstes Jahr gleich nochmal auf die Fresse. Solange bis sie es kapieren.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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Ein Kommentar zu Unionslogik – Lektion 1

  1. CHR sagt:

    Hab schon drauf gewartet, wann Du Dich dazu zu Wort meldest. Wollte eigentlich zum Post mit den Gremien was schreiben, dachte dann aber doch, lieber gepflegt die Klappe zu halten. Hätte mir nur Eigentore geschossen.

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