Und der deutsche Politikpreis…

… in der Kategorie „Das verlogenste Pack 2008“ geht an die CDU! Der Preis in der Kategorie „Bester Nebendarsteller bei einem politischen Desaster 2008“ geht an die FDP!

Gut, meinetwegen, seien wir nett: Angenommen, die CDU hat es wirklich nicht gewusst und war wirklich so blauäugig, ja, vielleicht auch ein bisschen naiv. Das kann ja mal vorkommen und dafür kann man ja anschließend Studien in Auftrag geben, die die eigene Einschätzung überprüfen.

Aber:

Studiengebühren einzuführen, obwohl alle unparteiischen Experten davor warnen und obwohl der gesunde Menschenverstand und die Landesverfassung davon abrät, ist das eine. Anschließend dummdreist rumzumerkeln, dass Bildung ja unsere Zukunft sei und man dringend einen nationalen Bildungsgipfel brauche, obgleich man selber noch die Kompetenzen für die Bildungspolitik abgegeben hat, ist ja der normale Wahnsinn. Aber dann noch eine Studie, die die eigene Bankrotterklärung bedeutet, zu verheimlichen, damit man nicht zugeben muss, dass die CDU/CSU die Partei ist, die das Bildungssystem in Deutschland am erfolgreichsten ruiniert (hat), ist dann doch noch eine besondere Qualität.

Die Bundesbildungsflugbereitschaftsbenutzerin Schavan versucht nämlich eine Studie unter Verschluss zu halten, dass Studiengebühren massenhaft Studenten vom Studium abgehalten haben und noch abhalten werden und das eine Woche bevor Frau Merkel ihren lächerlichen Bildungsgipfel abzieht, auf dem ja sowieso nur herauskommen wird, dass wir noch mehr Wettbewerb auf dem Bildungssektor brauchen (z.B. mit der Pflicht der Hochschulen, Studiengebühren einer festen Höhe zu erheben), ist dann doch noch eine besondere Qualität. Spätestens jetzt sollte wirklich jedem klar sein, dass die Inhalte merkelscher Politik in einem großen Haufen schlechter Frisur und heißer Luft besteht und dass man die Schulen und Universitäten gleich ganz verbieten kann, wenn man sie dem CDU-Gesindel überlässt.

Dass Frau Schavan die Studie zurückhält, zeigt doch nur, dass sie eine selbstverliebte Frau ist, der es nicht darum geht, Bildungspolitik zu betreiben, sondern nur winkend herumzustehen. Diese Frau muss dringend zurücktreten. Das hätte sie ja schon nach ihrer Flugbereitschaftaffäre gemusst, aber bei der CDU-Junta(</fefe>) denkt ja niemand an sowas.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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