Es gibt das Böse in der Welt: Ratze lässt seine Maske fallen!

Alle, die bisher noch glaubten, Ratzinger wäre kein durchgeknallter Alt-Nazi, konnten sich jetzt vom Gegenteil überzeugen. Die aktuelle Hasspredigt des Nacifex Maximus, die u.a. hier dokumentiert ist, schlägt dem Fass die Krone aus dem Gesicht:

Nicht nur, dass wir Schwulen mal wieder die Schöpfung vernichten und Familien zerstören, weil wir wie vom Teufel besessen darauf bestehen, dass Menschenrechte auch für uns gelten und auch wir ein Recht auf eine eigene Familie haben, nein, dieses Mal hat der alte Flakhelfer sich noch was besseres einfallen lassen! Er fordert nämlich eine „Ökologie für den Menschen“.

Klingt toll, oder? Und so modern! Naturschutz – jetzt auch für Menschen!

Alle Naivlinge, die ihm diesen Müll abkaufen, verlassen jetzt bitte mein Blog und kehren bitte nie wieder. Sie sind hier nicht mehr erwünscht!

Für die Anderen: Ja, das ist eine biologische Metapher. Die Ökologie ist das politische Gesicht einer Biologie, die nicht nur einfach Naturgesetze erkennen will, sondern die auch darum bestrebt ist, diese Gesetze im Sinne einer Nachhaltigkeit zur Geltung zu bringen. Was aber bei Hühnereiern, Tomaten und Papier eine kluge Idee ist, um die negativen Seiten unseren Massenkonsums in Grenzen zu halten, hat bezogen auf den Menschen eine widerwärtige Vorgeschichte, die ein jeder Deutscher, also auch die Fummelqueen aus Rom, kennen muss, so er nicht ernsthaft an Sinn oder Verstand erkrankt ist:

Um 1900 bekam der Begriff des Lebens eine Konjunktur, die den biologischen Begriff des Lebens überschritt und dieses Konzept eines inneren Antriebs, der zugleich sein eigener Zweck ist, auf andere Bereiche, insbesondere auf die Politik(!), übertrug. Dieser Übergang liegt in den meisten Köpfen unter dem vielleicht nicht ganz exakten, hier aber umso passenderen Begriff der „Biologisierung der Politik“ herum. Entscheidend sind im Hinblick auf die Politik des Lebens, die Lebenspolitik, die Bio-Politik, zwei Momente: erstens die (notwendige) Machbarkeit anthropogenetischer Eingriffe in den Prozess des Lebens und zweitens die Formierung einer Bevölkerungspolitik an den Begriffen der Biologie entlang.

Die Strukturen sind bekannt: Eugenik, Rassismus, Antisemitismus.
Die Folgen auch: Rassengesetze, Zwangssterilisation, Euthanasie, Massenmorde, Shoa

Nein, ich übertreibe nicht. Wer nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts ernsthaft noch die Rede einer „Ökologie für den Menschen“ auf den Lippen führt, ist bestensfalls naiv oder vielleicht sogar dumm. Joseph Ratzinger ist nicht dumm und ganz sicher nicht naiv. Der werte Herr Ratzinger ist ein hochstudierter Mann, der den Schrecken des 20. Jahrhunderts als Zeitzeuge erlebt hat. Es ist davon auszugehen, dass er genau weiß, wovon er redet.

Ich habe keine andere Möglichkeit, als den Schluss daraus zu ziehen, dass er mit dem Gedankengut der Nazis sympathisiert, dass er Hass unter die Menschen bringen will, spalten statt versöhnen und dass er dies nicht aus Schwäche, Dummheit oder Ignoranz tut. Joseph Ratzinger ist ein Hetzer. Er verhetzt das Volk. Vorsätzlich.

Wenn jemals Zweifel bestanden, dass das Böse noch in der Welt ist, nachdem Faschismus und Stalinismus untergegangen sind, so ist hier der Beweis erbracht. Das Böse tritt nie als Böses auf. So plump ist nur die Dummheit. Das Böse versteckt sich immer in Heilsversprechen. Die Faschisten versprachen neue nationale Größe und Wohlstand. Die Kommunisten versprachen die Revolution und die Gleichheit aller Menschen. Was sie uns wirklich gebracht haben, ist bekannt: KZ, Gulag, ein Kontinent in Trümmern, 39 Millionen Tote allein in Europa.

Auch für Ratzinger gilt, was sein Unternehmensgründer überdeutlich betont hat: Hütet Euch vor den falschen Propheten, die zu Euch kommen wie harmlose Schafe. Es sind reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen: Erntet man etwas von Hassreden Glück oder von Ausgrenzung Frieden? – Es ist klar: Das Böse ist in der Welt und es trägt heute lächerliche Kleidung und sitzt, wie schon so oft, wieder auf dem Stuhle Petri.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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3 Kommentare zu Es gibt das Böse in der Welt: Ratze lässt seine Maske fallen!

  1. CHR sagt:

    Muahahaha…wenn der Pope das so will. Umweltschutz auf katholisch: Man stelle jedem Haushalt eine rosane Mülltonne zur Verfügung. Schon können sie fein säuberlich die Homos darin entsorgen, auf dass sie zu richtigen Menschen recyclet werden können.

    Mit Abstand der beste schlechteste Witz des Jahres. The stupid, it burns.

  2. Pingback: The Distraught Queen » Blog Archive » Päpstliche Notiz

  3. luigi sagt:

    hm…naja…..zwei sachen stören mich ein bisserl an dem artikel…erstmal glaube ich nicht dass
    seine flackhelfer-vergangenheit irgendwas mit seiner evtl. sympathie für NS-gedankengut zu tun
    hat….und ausserdem könnte doch jemand für den der teufel warhaftig mit hörnern,schwanz und
    pferdefuss existiert..und, und,und…..achso ja und der die praktizierenden exorzisten wieder aus
    den kellern holt..ihnen bei seiner antrittsrede viel glück für ihre verantwortungsvolle tätigkeit
    wünscht….ich meine hast du nicht schon mal die möglichkeit in erwegung gezogen dass er also
    ratze nicht doch einfach nur ein bischen dumm ist…….

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