Zwischenergebnis der Regierungsbildung in Hessen

Bisherige Erkenntnisse:

  • Neuanfangen bedeutet: Biblis länger laufen lassen.
  • Worthalten der FDP bedeutet: die Urteile aus Karlsruhe dann doch mal ins Landesgesetz umsetzen.
  • Neue Bildungspolitik bedeutet: Mehr Geld für den Straßenbau ausgeben.
  • Stabile Bürgerliche Regierung bedeutet: Roland Koch kann den gleichen Unsinn weitermachen, den er die letzten sechs Jahre verzapft hat.

Aber ich bin mal ehrlich: Ich freue mich sehr darüber, dass sich in Hessen so offen zeigt, dass man, wenn man FDP wählt, am Ende nur ne CDU-Regierung bekommt. Die FDP hat es ja noch nie irgendwo geschafft, irgendein Projekt in Koalitionsverhandlungen durchzusetzen und dass die Verhandlungen diesesmal so schnell vor sich gehen, zeigt natürlich nichts anderes, als dass es keinen Unterschied zwischen Jörg-Uwe Hahn und Roland Koch gibt.

Ich freue mich auch darüber, dass Hessen auch die nächsten fünf Jahre keinen Millimeter nach vorne kommen wird, die hessischen Schulen mistig, die Universitäten unterfinanziert, die Energieversorgung apokalyptisch und der Straßenbau machbarkeitswahnsinnig bleiben wird. Ein deutscher Volksstamm, der sich wegen einer unerheblichen politischen Notlüge dermaßen aufbretzelt und verhetzen lässt, dass er jemandem wie Roland Koch noch eine weitere Amtszeit beschert, hat es auch nicht im Geringsten anders verdient.

Armes Hessen? – Quatsch! Selbst schuld!

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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