Die größten Kritiker der Elche…

… sind wenig später selber welche:

Erinnert sich noch jemand an das Gejaule von Everts&Co, dass man sie ja in der Fraktion ja so böse genötigt hätte und das Ypsilanti so böse zu ihnen war und sich ja gar nicht für ihre Bedenken interessiert hätte?

Damals kam es mir ja schon spanisch vor, dass jemand, der sich in einer durchaus schwierigen Partei durchsetzt und in den Landtag kommt, dann plötzlich nicht den Arsch in der Hose hat, ohne größere Öffentlichkeit in der Fraktion intern „nein“ zu sagen und die eigene Partei dann kurz vor dem Ziel an die Wand fährt. Jetzt ist aber völlig klar, wes miesen Geistes Kind die Everts ist:

Diese Entscheidung nimmt Everts nun offenbar zum Anlass dafür, rund zwei Monate nach der inkriminierten Äußerung Nissens doch noch Strafantrag zu stellen. „Ich habe gleich an eine Anzeige gedacht, aber auch gehofft, sie käme selbst zur Einsicht und würde von ihrer Kandidatur Abstand nehmen„, sagte Everts der „FAS“. Nissen habe sich nie direkt bei ihr entschuldigt. Zudem sei eine solche Äußerung gerade für eine Bundestagskandidatin „unentschuldbar“. (Frankfurt Rundschau)

Nun kann man über die Äußerungen Nissens ja sicher verschiedener Meinung sein, aber man darf wohl festhalten, dass Frau Nissen sich öffentlich(!) entschuldigt hat, doch das genügt Everts nicht. Die böse Nötigungs- und Ignoranzmasche, die sie Ypsilanti vorgeworfen hat, zieht sie jetzt selbst ab: Solange Frau Nissen, die die Unterstützung der Frankfurter Ortsverbände hat, weiterhin kandidiert, wird Frau Everts ihre Jagd wohl fortsetzen. Sie ist damit nicht besser als das, was sie ihrer ehemaligen Vorsitzenden vorgeworfen hat. Frau Everts ekelt mich an.

Die höflichere Deutung ist natürlich, dass sie ein politisches Pfund haben möchte, um ihre Position im Parteiordnungsverfahren zu stärken. Klar, würde wohl jeder so machen. Das passt auch gut dazu, dass Frau Everts eine von den Gewissenstäterinnen ist, die ihr Gewissen über jeden politischen Sinn und Verstand gestellt haben. Wahrscheinlich entspricht es jetzt ihrem Gewissen, das eigene Schicksal politisch auszuhandeln – auf Kosten anderer. Ypsilantismus lässt grüßen, besonders bei Frau Everts.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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