Papst wendet sich an Erdbebenopfer

Diesem Blog liegt exklusiv vorab die Rede des Nacifex Maximus zur Tröstung der italienischen Erdbebenopfer vor:

Meine lieben Brüder im Glauben,

mit großem Bekümmern haben wir die Berichte von den Opfern der Erdbebenkatastrophe zur Kenntnis genommen. Es erfüllt uns mit tiefem Kummer, anständige Christen Leiden zu sehen. Seien Sie versichert, dass wir Sie und ihre Angehörigen in unsere Gebete einschließen.

Erlauben Sie aber dennoch, darauf hinzuweisen, dass der seit Jahren andauernde Bau von Häusern nicht zur Verbesserung der Lage beiträgt. Wie unser seliger Bruder im Glauben, Papst Paul, in seiner achten und letzten Enzyklika Humani Domus festgehalten hat, entspricht der Bau von Häusern mit mehr als einem Stockwerk aus Stein nicht dem Willen unseres Herrn Jesu Christ. Lassen Sie mich Ihnen zurufen: Häuser helfen nicht gegen Erdbeben, sie machen sie aber schlimmer. Halten Sie sich im Freien auf, wie die Kinder, dann können Ihnen keine Steine auf den Kopf fallen. Gedenkt Adam und Eva im Paradise, wie diese ohne den Bau von Häusern auskamen und schaut die Vögel: Sie sähen nicht, sie ernten nicht und ihr himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid wie die Blumen auf dem Felde, ohne Häuser und fest im Glauben. Euer himmlischer Vater wird Euch auch bei Sturm beherbergen und auf Euren Wegen führen! Fürchtet kein Unheil!

Unanständig? Macht man nicht? Verhöhnung von Opfern und ihren Angehörigen? Vielleicht, aber Kondome helfen nunmal nicht gegen HIV/AIDS.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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