Die objektive Ordnung

Am Samstag wird ja nun meine Nichte zweiten Grades nach katholischem Ritus getauft. Ich wurde eingeladen und habe aus einer Laune heraus zu gesagt.

Ich kann Religion zwar nicht leiden, habe aber um des Familienfriedenswillen meistens gute Miene zum bösen Spiel gemacht, auch als bei einer Hochzeit der Pfaff etwas von Mann und Frau und natürliche Ordnung etc. schwafelte. (Die Predigt war ohnedies unglaublich dämlich: Die Hochzeit fand nämlich am Tag von Köhlers Wiederwahl durch die Bundesversammlung statt und dieser bekloppte Pfaffe hat es tatsächlich für nötig gehalten, darüber zu sprechen.)

Ich bin nun gespannt, ob sich die katholische Ejakulationsboykott-Queen am Samstag wieder zu einem dummen Kommentar über die natürliche Ordnung der Welt herab lässt. Sollte das der Fall sein, ist der Kommentar, ob Jesuiten-Schwengel in Knabenärschen auch der natürlichen Ordnung entsprechen, schon zurecht gelegt.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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