Böser Kai!

Gestern setzte ein Gremium, in dem ich einer der Studierendenvertreter bin, eine neue Berufskommission ein. Auf der Sitzung fragte der Vorsitzende uns als Statusgruppe, wen wir für die BK nominieren würden. Ich schlug zwei Studentinnen vor, von denen ich wusste, dass sie von der Mehrheit der studentischen Vertreter unterstützt wird. Die unterlegene Minderheit, vertreten durch A, zischte natürlich gleich los, dass es nicht abgesprochen sei und dass ein gewisser B auch in die BK wollte und dass das nicht abgesprochen sei.

Nun muss man wissen, dass A und B in den letzten Wochen durch die Uni getingelt sind und Lügen über mich verbreitet haben (So hätte ich einen Mittelantrag durchgebracht, um mir ein Praktikum bezahlen zu lassen. Leider steht im Antrag explizit drin, dass es nicht um dieses Praktikum geht… man könnte ja mal den Antrag einfach lesen, nech?) oder dass ich A monatelang wegen einer Abrechnung hintergelaufen bin, für die es anscheinend keinen Zahlungsbeweis gibt, sodass andere Leute, natürlich nicht A, keine Erstattung kriegen (300€ sind für Studenten alles andere als wenig!) oder dass die äußerst unfreundliche E-Mail, die ich letzte Woche von B erhielt, nicht die erste ihrer Art war. Achja und dann haben wir noch B inflagranti dabei erwischt, wie er Plakate eines unserer Projekte manipulierte.

Ich hab nun wirklich keine Bringschuld gegenüber A und B! Wenn die etwas wollen, dann sollen sie zu mir kommen. Aber bevor ich einen von denen in einem Gremium unterstütze, friert eher die Hölle zu. Und anscheinend sehe nicht nur ich das so: C, der auf Mehrheitsseite bei den Studis im FBR steht, kommentierte As Einwand lapidar: „Also ich find’s gut.“

Ich hoffe ja doch, dass A und B irgendwann lernen, dass niemand die unterstützt, die einen letzte Woche noch angegriffen haben – noch dazu, wenn man ihre politische Auffassung für grundfalsch hält. Kooperation und Fairness sind immer nur wechselseitig zu haben. Und für eine Zusammenarbeit über politische Grenzen hinweg sind stets Kompromisse erforderlich und nicht der durchschaubare Versuch, mich alten Sozen in eine rechte Ecke zu stellen…

Update: A schrieb mir in ihrer bekannten Art, dass sie den Zahlungsbeweis in mein Fach legen würde. Na endlich! Jetzt muss ich damit nur noch an der Verwaltung vorbei…

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Böser Kai!

  1. Pingback: blog.denker.net - Böser Kai reloaded!

Kommentar verfassen