Die Sockenpuppe auf dem Präsidentensessel

Die Telepolis hält Ursula von der Leyen für eine merkelsche Sockenpuppe. Das ist nicht nur wahrscheinlich, sondern praktisch sicher. Unter Merkel ist Politik noch mehr zu einer Simulation geworden als schon unter Schröder. Als Bundespräsidentin kann Ursula von der Leyen dann liebevoll die Regierung ob ihrer klugen und umsichtigen Krisenpolitik loben und der Bevölkerung erklären, warum als Antwort auf die Finanzkrise die kleinen Einkommen zahlen müssen und nicht die, die die Krise verbrochen haben, um von ihr zu profitieren.

Macht man sich das klar, dann kann man sicher sein, dass selbständig denkende Menschen wie Käßmann oder Papier auf gar keinen Fall für das Amt in Frage kommen. Die Regierung will eine weitere Außenstelle für Propaganda und da kommt ihr eine Person, die schon vor Jahren hinter vorgehaltener Hand als die „Magda Goebbels der CDU“ (Mitglied einer Parteijugendorganisation im persönlichen Gespräch) bezeichnet wurde, offenbar gerade recht.

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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