„Brunhilde“ ist mein Experimentierfeld für KI in der philosophischen Forschung und im wissenschaftlichen Alltag. Auf Basis von OpenWebUI probiere ich aus, wie Sprachmodelle mit Werkzeugen, Literatur und Notizen zusammenspielen. Dafür verbinde ich unter anderem Zotero, Obsidian und Gitea, entwickle mit KI eigene Schnittstellen und teste verschiedene Modelle und Arbeitsweisen. Mich interessiert, was hier möglich wird, was scheitert und welche neuen Fragen entstehen: Wie lässt sich Literatur mit KI erschließen? Was ist entlastend, was ist dequalifizierend? Wie kann KI beim Denken und Schreiben helfen – oder wo hindert sie? Was verändert sich, wenn sie selbst Werkzeuge benutzt? Brunhilde wächst mit diesen Versuchen – als offene Werkstatt zwischen Technik und Philosophie.
Mich leitet die Überlegung, dass ich generative KI-Systeme nur verstehen kann, wenn ich „hands on experience“ aufbaue. In Gesprächen mit Kolleg:innen erlebe ich oft, dass sie viel Meinung, aber oft eher wenig Erfahrung im Umgang mit generativer KI, zumal im wissenschaftlichen Arbeitsprozess, haben. Wir werden KI-Systeme aber nicht nur nicht mehr los – ob das nun wünschenswert ist oder nicht –, sondern sie werden auch in unseren Arbeitsprozessen zu einer Realität, deren Folgen wir natürlich noch nicht absehen können. Der Möglichkeitsraum der Technik „generative KI“ erschließt sich nur nicht, wenn wir stets maximalen Abstand halten.
„Brunhilde“ ist work in progress. Es gibt noch keine Veröffentlichungen, keine Technical Papers und keinen öffentlich zugänglichen Code – das folgt vielleicht später.

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