Dissertationsprojekt

Topologie der Kontrolle (Arbeitstitel)

Die Mathematisierbarkeit der Sprache mit Gilles Deleuze

Die Arbeiten des französischen Philosophen Gilles Deleuze werden aus einer Vielzahl von Blickwinkeln und aus zahlreichen Disziplinen heraus rezipiert. Beispielsweise werden sie seitens der Surveillance Studies, aber noch immer auch in Teilen der deutschen (politischen) Philosophie als ein (komplizierteres) Komplement zu Foucaults Überlegungen aufgefasst. Dagegen hat sich insbesondere seitens der englischsprachigen theoretischen Philosophie die Aufmerksamkeit immer stärker auf seine Beiträge zu einer Philosophie der Mathematik gerichtet. Dieser Zugang, dem die Zahl anderer Lesarten keineswegs entgegen steht, stammt insbesondere auch von dem Versuch ab, Deleuze als Lieferanten einer Metaphysik der neuen Naturwissenschaften aufzufassen. Dies kann zwar mittlerweile als gescheitert gelten, jedoch liefert der mathematiktheoretische Zugang die Möglichkeit, mittels der Bezüge vor allem auf Riemann und Lautman nicht nur das Verständnis der Deleuze’schen Kant-Kritik zu präzisieren, sondern auch eine bisher übersehene Pointe freizulegen. Das Dissertationsprojekt verfolgt diese nicht nur von Differenz und Wiederholung noch bis in die linguistischen Überlegungen der Tausend Plateaus hinein, sondern unternimmt es auch, ein Konzept der Mathematisierbarkeit auszuweisen, das einen Begriffsapparat für die Surveillance Studies jenseits des bloßen Foucault-Kommentars liefert.

Ein Kommentar zu Dissertationsprojekt

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