Lebenszeichen und seltsames Essen

Ich hatte mir vorgenommen, häufiger zu bloggen und aus meinem Auslandsaufenthalt zu berichten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich habe es tatsächlich geschafft, seit Mitte Januar mein Blog zu vernachlässigen und mich hier in Arbeit und Zerstreuung zu vergraben. Mein Forschungsprojekt macht auch Fortschritte, auch wenn sechs Monate verdammt wenig sind…

Die lokale Küche ist übrigens durchaus seltsam. Als eine lokale Spezialität wurde mir „Poutine“ [putiːn] empfohlen. Allerdings kam mir die Beschreibung immer etwas seltsam vor und ich fragte nach. Als die Wiederholung noch immer eher absurd klang, habe ich das mal akzeptiert und mir vorgenommen, im Netz nachzuschauen, was es denn nun ist… nun, ich habe die Beschreibung durchaus richtig verstanden: Pommes, Käse, Bratensauce. Gut, Junk-Food treibt seltsame Blüten, aber dass das auch noch eine lokale Spezialität ist, die von Reiseführern empfohlen wird und von der selbst Einheimische längere Vorträge über gute und schlechte Qualität halten. Das hat mich bisher auch davon abgehalten, Poutine zu probieren. Mein Mitbewohner hatte einfach noch keine Zeit, mir das beste Poutine der Stadt zu zeigen…

So sieht es übrigens aus:

Poutine, CC-by, © Jonathunder

Poutine, CC-by, © Jonathunder

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
Dieser Beitrag wurde unter Montreal 2012 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen