Hilde Betty Thalheimer (1934–1942)

Stolperstein: Hilde Betty Thalheimer

In der Darmstädter Landwehrstraße befindet sich ein einzelner, einsamer Stolperstein:

Hilde Betty Thalheimer, * 26. September 1934, blieb in Nazi-Deutschland als ihre Familie 1939 in die USA floh. Wegen einer Sprachbehinderung wurde Hilde die Einreise in die USA verweigert. Im Alter von 5 Jahren kam sie in Waisenhäusern in Frankfurt unter, von wo sie am 16. September 1942 (keine 8 Jahre alt) nach Theresienstadt und gut 1½ Jahre später am 18. Mai 1944 nach Auschwitz verschleppt wurde, wo sie ermordet wurde.

Vergessen ist Teil der Vernichtung.

(Ich habe diesen Stolperstein im Februar 2016 zufällig entdeckt und auch wenn ich auf meinen täglichen Wegen durch Darmstadt an vielen Stolpersteinen vorbeikomme, hat mich dieser doch besonders bewegt. Ich gehe manchmal Umwege, um diesen Stein zu besuchen, so auch heute.)

Über Kai Denker

Kai Denker studierte Philosophie, Geschichte und Informatik an der TU Darmstadt. Seitdem sitzt er an einer Promotion in Philosophie mit einem Projekt zu dem Problem der Mathematisierbarkeit von Sprache bei Gilles Deleuze. Er leitet eine Arbeitsgruppe zur Fortentwicklung interdisziplinärer Lehre und publiziert über Philosophie, Wissenschaft, Cybersecurity und Netzkultur.
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