In Darmstadt ist wieder Pissfest!

In Darmstadt ist Heinerfest und alle gehen hin. Alle freuen sich und es ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Insbesondere die Anwohner freuen sich jedes Jahr unglaublich und hoffen, es würde nie vorbeigehen. Die bisherigen Höhepunkte des Darmstädter Heinerfestes in Kürze:

  • Für jeden Liter Bier, der ausgeschenkt wird, landen schätzungsweise zwei Liter Urin in Büschen, Vorgärten, Gebäudeecken und natürlich im Uni-Eingangsbereich am Schloss.
  • In Notwehr wird die Universität während des Heinerfestes abgeschlossen.
  • Die Bibliotheken werden abgeschlossen. Der Betrieb der Universität ruht.
  • Die Anwohner des Würthwegs haben einen Plakatwettbewerb veranstaltet. (siehe Foto)

    Plakatwettbewerg Heinerfest

  • Der Hau-den-Lukas hat für Phaidros gut hörbar einen Umsatzrekord erzielt. Besonders beliebt ist er bei betrunkenen Halbstarken nachts gegen halb zwei.
  • Phaidros hat nachts um drei die Polizei angerufen, da immer noch betrunkene Odenwälder BAP-Songs vor seinem Schlafzimmerfenster mitgegröhlt haben.
  • Der Hähnchenbrater vor Phaidros‘ Fenster hat neue Gewürze (riechbar von 12:00-2:00) und ein neues Spülmittel (riechbar von 9:00-11:00).

Um es nochmal klar allen Heinern auf die Nase zu binden: Das Heinerfest ist längst kein Volksfest mehr, sondern einfach nur noch eine laute, schmutzige und – pardon – pissige Belästigung für die Anwohner. Jeden Tag Terror bis tief in die Nacht ist kein Fest, sondern nur die vollständige Degeneration eines ehemaligen Volksfestes. Schämt Euch doch einfach alle!

Im nächsten Jahr pisse ich Eure Vorgärten zu! Versprochen!

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Kurzkritik: Kant reloaded

Gerade flimmerte eine Sendung namens „Kant reloaded“ (3sat) über meinen Bildschirm. In der sehr modern anmutenden und eigentlich nur dem optischen Zeitgeist ergebenen Sendung wurde der Frömmelei der Eltern Kants etwas Raum gegeben, der theoretischen Philosophie Kants kaum, der praktischen Philosophie einiges an Raum. Kein Wort aber verlor die Sendung über Kants späte Religionsschrift, die ihm ein Lehrverbot einbrachte und die ganze Schärfe der kantischen Philosophie an einem beliebten Streitthema durchdekliniert. Ich war ein wenig enttäuscht und wunderte mich, wieso man eine so schöne Blüte des kantischen Schrifttums einfach überginge.

Am Ende der Sendung wurde mir alles erklärt:

Redaktion: Gert Scobel

Demnächst sollte ich vielleicht eine Sendung über die katholische Kirche moderieren. Das wäre dann ähnlich objektiv. Denn wie Wikipedia schreibt:

Scobel studierte Philosophie und katholische Theologie an der Jesuiten-Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main, wo er 1983 das Diplom ablegte […].

Wenn man einen Teich trocken legen will, sollte man nicht die Frösche fragen.

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Der Linkssozialist Adam Smith?

Ich bin gerade darüber gestolpert, dass Adam Smith offenbar Bildung als staatliche Aufgabe ansieht. Man muss mir mal die Zeit nehmen und eine ordentliche Smith-Exegese betreiben. Vielleicht geben die Texte des Erfinders der unsichtbaren Hand, dieses Schutzheiligen aller bornierten Liberalen, ja ein paar Argumente gegen Studiengebühren her. Die würde ich den so genannten Liberalen dann genüßlich um die Ohren knallen – das wird ein Fest!

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Notiz zu Artikel 59 der hessischen Landesverfassung

Die Frage ist ja nicht, ob man 500€ pro Semester für das Studium zahlen soll oder nicht. Angesichts der immensen Kosten eines Studiums ist das beinahe sogar egal, aber das Urteil des hessischen Staatsgerichtshofs ist trotzdem ein Skandal:

Sicher, man wird die Urteilsbegründung abwarten müssen, um herauszufinden, wie eine Richtermehrheit dieses Gesetz für verfassungskonform halten konnte, aber man wird auch nach Nebenfolgen des Urteils fragen müssen: Die Verfassungswidrigkeit allgemeiner Studiengebühren in Hessen liegt auf der Hand und die entsprechende Verfassungsnorm wird weithin so interpretiert. Gleichzeitig haben viele Bürger in Hessen Einspruch gegen das Gesetz erhoben und haben ihre Hoffnung auf den Staatsgerichtshof gesetzt. Dass diese nun enttäuscht wurden und das Urteil in einem dermaßen krassen Missverhältnis zur vordergründigen Interpretation der Verfassung steht, führt zu nichts anderem als zu Demokratieverdrossenheit. Viele Bürger fühlen sich mit Hilfe eines parteitaktischen Spielchen abgekanzelt, in dem erklärt werden soll, in Hessen sei oben neuerdings auch unten. Gleichzeitig haben sie keine weiteren politischen Instrumente mehr, um sich dagegen zu wehren. Es ist absurd, einerseits die Politikverdrossenheit und die sinkenden Umfragewerte für die Demokratie zu beklagen und andererseits alles daran zu setzen, den politischen Willen der Bevölkerung und sogar die Verfassungen zu ignorieren. Nur mit besserer Kommunikation von Entscheidungen ist es nicht getan.

Wir haben die beste aller Staatsformen und die schlechtesten aller möglichen Parteien.

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Phaidros und der Schrottcomputer

Als Informatiker wird man ja manchmal gefragt, ob man mal nach einem bestimmten Computer sehen könnte. Manchmal nervt’s, manchmal macht’s man gerne. Marc von der Uni fragte mich diesmal, versprach mir ein Abendessen und ich erklärte mich gerne bereit, genoss den Abend und belustigte mich am Computer: Unter einem Schrottcomputer habe ich mir viel vorgestellt, aber nicht das:

Ausgangszustand

Der Computer selber sah auf dem ersten Blick einfach nur etwas älter aus und man musste schon zweimal hinsehen, um zu entdecken, dass das Gehäuse falschherum angebracht war, weswegen die Seitenwände abstanden. Besonders kreativ war aber der Einschaltmechanismus:

anschaltkabel.jpg

Da es sich um ein ATX-Netzteil aber um ein AT-Gehäuse handelte, das einen richtigen Schalter und nicht nur einen Taster verwendete, musste man improvisieren. Manch einer hätte vielleicht einfach einen Taster angelötet, aber man kann natürlich auch einfach die beiden Drähte kurz aneinander halten. Diese kreative Bauweise setzte sich beim Netzteil natürlich fort:

netzteil.jpg

Das Netzteil war an keiner Stelle fixiert, sondern lag halb auf dem Gehäuse, halb auf den Flachbandkabeln der Laufwerke auf. Ein Stoß hätte wohl gereicht, damit …

pcikarten.jpg

das Netzteil auf die frei schwebenden PCI-Karten herabgefallen wäre. Die Kabelstumpen recht kann man hier übrigens noch deutlicher sehen:

kabelstumpen.jpg

Neben den Spinnweben kann man jetzt auch deutlich sehen, dass man ein Board mit ATX-Formfaktor gedreht in ein AT-Gehäuse eingebaut hatte. Entsprechend waren die Anschlüsse nicht da, wo man sie vermuten würde:

versteckteanschluesse.jpg

Unter den Anschlüssen ist das Stück Pappe zu erkennen, auf dem das Board befestigt war. Ich musste übrigens vor der Demontage Daten vom Rechner herunterkopieren und stellte einfach nur das Fehlen eines USB-Ports für meine externe Festplatte fest. Ich wusste ja nicht, dass ich an dieser Stelle hätte suchen sollen…

Nach einiger Zeit hatte ich dann die Daten auch auf das neue Notebook (Baujahr 2004) kopiert. Dann sollte es nur noch ans Internet angeschlossen werden. Mir war allerdings nicht klar, dass das Windows XP noch nie in der Nähe einer Netzwerksbuchse gewesen war: Das Herunterladen von Servicepack 2 habe ich dann nicht mehr erlebt…

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Du weißt, Du bist ein Geek…

Du weißt, Du bist ein Geek, wenn Du bei Gayromeo eine Headline entdeckst, die um Hilfe bei einer Rechenaufgabe bittet und Du umgehend ein Blatt Papier in die Hand nimmst, um die Aufgabe zu lösen. – Du weißt, Du bist in einem schwulen Dating-Portal, wenn der andere sich nicht bedankt, weil Du nicht sein Typ bist.

Was ist an „Für welche z aus |C gilt: (2+10i+(-1+i)z)/(1+i+(2-i)z)=1+2i?“ eigentlich schwer?

PS: Du weißt, Deine Freunde sind Geeks, wenn einer von ihnen beim nächsten Besuch Deine Rechnung überprüft.

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